Unter freiem Himmel
Reisebericht

Ausflug in die Wüste Thar

Wir haben einen Ausflug in die Wüste Thar gebucht. Zwei Nächte verbringen wir in der Wüste. Nachmittags sind wir mit dem Jeep in die Wüste gestartet und fahren ungefähr 50 Kilometer bis zu einem Zeltcamp. Das Camp liegt südwestlich von Jaisalmer. Ab dort reiten wir mit Kamelen tiefer in die Wüste. Nach meinem Ausflug mit einem Kamel an den Pyramiden in Ägypten wollte ich nicht wieder auf ein Kamel aufsteigen. Mir war es zu hoch, zu unsicher und irgendwie auch langweilig. Aber alles hat eine zweite Chance verdient. Also rauf auf´s Kamel. Das Aufsteigen hat schon mal geklappt und gut, daß ich etwas gelenkig bin. Sonst bräuchte ich eine Aufstiegshilfe. Das Aufstehen des Kamels wird auch eine Herausforderung, aber auch das klappt. Vielleicht wird es ja doch ganz nett. Mein Kamel hatte den Namen Pepsi und das Kamel von Andreas ist Al Pacino, der unentwegt hinter uns geschnauft hat. Pepsi ist öfters aus der Reihe getanzt und wollte nach vorn laufen.

kamelreiten wueste thar

Die Wüste ist keine reine Sandwüste, sondern bewachsen mit Sträuchern und Bäumen. Mit uns ist ein japanisches Paar unterwegs. Wir reiten gemeinsam in den Sonnenuntergang. Wie romantisch ... Nach ungefähr 1 Stunde kommen wir in unserem Freiluft-Camp an und wir bekommen erstmal einen Tee und Knabbereien serviert. Wir laufen über die Dünen und schauen uns den Sonnenuntergang an.

Unsere Guides fangen an ein Feuer anzuzünden und beginnen das Abendessen vorzubereiten. Das Holz wird in der umliegenden Wüste gesammelt. Wir setzen uns mit an das Feuer. Es wird Gemüsecurry mit Reis und Fladenbrot zubereitet. 

Kochstelle

Das Brot steht auf meiner to do Liste für zu Hause. Ohne viel Schnickschnack, einfach nur Mehl, Salz und Wasser. Dann werden kleine Fladen geformt und auf einem heißen Blech gebacken. Alles sehr gut und lecker. Nach dem Essen verabschieden sich die Japaner. Sie fahren zurück in das Zeltcamp und übernachten dort. Wir bleiben mit unserem Guide zurück und beginnen unser Nachtlager herzurichten. 

Heute schlafen wir unter freiem Himmel. Leider ist heute kein Sternenhimmel. Es ist Vollmond. Unsere Betten stellen wir vor eine Düne, um vor Wind geschützt zu sein. Die Betten sind robuste Feldbetten und darauf legen wir Decken und bekommen noch dickere Decken für uns zum zudecken.

unser Nachtlager in den Dünen am nächsten Morgen

Irgendwann schlafen wir ein. Immer wenn ich aufgewacht bin stand der Mond an einer anderen Stelle und irgendwann wußte ich bald wird die Sonne aufgehen. Ich war doch etwas beeindruckt mal den Lauf des Mondes wahrzunehmen. Ich wache auf, aber zum Aufstehen habe ich noch keine Lust. Es ist kuschelig und draußen ist es noch frisch. Unser Guide macht etwas Krach und als er merkt, daß wir uns bewegen, haben wir einen Tee ans Bett serviert bekommen. Nach dem Tee stehen wir auf und frühstücken. Es gibt Porridge, Toast und Marmelade. 

Unser Guide geht los und sucht die Kamele. Sie sind abends losgelaufen und haben auswärts übernachtet. Als die Kamele wieder zurück waren packen wir zusammen und reiten los. Heute reiten wir zum Zeltcamp zurück und verbringen noch eine Nacht im Zelt. 

Wir machen einen Stop in einem Wüstendorf und laufen etwas herum. Die Menschen halten Kühe und betreiben Landwirtschaft. Alles noch sehr rustikal.

wuestendorf

Blick auf ein Grundstück im Dorf

Danach reiten wir langsam weiter Richtung Camp. Wir treffen auf eine Kamelherde mit weiblichen Kamelen und Al Pacino wird auffallend unruhig, aber alles geht gut. Im Zeltcamp angekommen beziehen wir ein komfortables Zelt mit einer kleinen Terrasse. Wir verbringen den Nachmittag und den Abend auf der Terrasse. Das Essen wird uns serviert. Sobald die Sonne untergegangen ist wird es frisch und nach dem Abendessen ziehen wir uns ins Zelt zurück. 

Das Zelt ist sehr luxuriös ausgestattet.

zeltcamp wueste thar

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir von einem Jeep abgeholt, der uns zurück nach Jaisalmer bringt.

Der Ausflug war eine schöne Abwechslung nach den trubeligen Tagen in den Städten und die Nacht unter freiem Himmel eine neue Erfahrung. Auch das Personal in den Camps hat sich sehr gut um uns gesorgt.

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