Roadtrip
von Johannesburg bis Kapstadt
Etappe 2

22. bis 25. Januar 2024

Kruger Nationalpark: In 4 Tagen vom Phalaborwa Gate bis zum Gate Crocodile Bridge

Seit 1927 ist der Kruger Nationalpark für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Park ist ungefähr 350 km lang und 60 km breit und einer der grössten Naturschutzgebiete der Welt.

Die nächsten 3 Tage bleiben wir im Nationalpark. Wir fahren wieder durch das Phalaborwa  Gate in den Park. Im Shop am Eingang kaufen wir uns eine Kruger Park Karte. Im Heft sind unter anderem die Straßen mit Kilometerangaben angegeben sowie Tipps / Anweisungen zum Verhalten im Nationalpark. Am Ende des Heftes gibt es einige Seiten mit Tierabbildungen, die im Nationalpark leben. Mal schauen was wir bis zum Ende unseres Aufenthaltes sehen werden.

Nachdem wir das Gate passiert haben kreuzt ein Leopard unseren Weg.

leopard im Krueger nationalpark

Kurz darauf bekommen wir den Hinweis, das Löwen im Gras liegen – ungefähr 20 Meter vom Straßenrand. Das Gras ist jedoch zu hoch und wir können nur ein Ohr eines Löwen erspähen. Hier und da bleiben wir stehen und beobachten Elefanten, Zebras, Nilpferde und auch Vögel. Es gibt wunderschöne Vogelarten, denen man auch soviel Beachtung schenken sollte wie den BigFive (Elefant, Leopard, Wasserbüffel, Breitmaulnashorn und Löwe). Von den BigFive haben wir den Leopard und den Elefant bereits gesehen. Das Ohr des Löwen zählen wir nicht.

Nach 100 Kilometern und 6 Stunden erreichen wir unser heutiges Ziel Letaba. Wir beziehen einen Bungalow, der mit einer kleinen Küchenzeile ausgestattet ist.

Nach unserer Ankunft genießen wir auf der Restaurantterrasse einen Rock Shandy und blicken auf den Groot Letaba River.

letaba

Bild unten links: Gelbschnabeltoko - Bild unten rechts: Rotschnabeltoko

Am späteren Nachmittag fahren wir noch eine kleine Tour in der Hoffnung Giraffen zu sehen, aber sie zieren sich. Außer einem Affen ist nichts los oder wir sehen die Tiere im dichten Busch nicht.

Am zweiten Tag starten wir wieder früh. Unser heutiges Ziel ist das Camp Satara. In Richtung Satara Camp wird die Landschaft offener und wir können weit über das Land schauen. Am Horizont sehen wir einige Elefanten laufen.

Im Olifants Camp, das am Olifants River liegt, machen wir einen Kaffeestopp. Am Ende des Tages haken wir von unserer BigFive-Liste den Wasserbüffel ab. Wir sehen zwei im Gras liegen.

Auch im Satara Camp haben wir einen Bungalow. Die Küche ist sehr gut ausgestattet und wir kochen mal wieder selbst. Es gibt Nudeln mit Paprikasoße und Thunfisch.

Auch am dritten Tag starten wir früh. Gleich zu Beginn stehen zwei Giraffen in der Savanne. Bisher haben wir noch nicht viele Giraffen gesehen. Wir fahren weiter Richtung Süden. Der Süden des Parks ist trockener und so können wir einige Tiere an den Wasserlöchern beobachten. Unser erster Stopp ist der Orpen Damm. Hier darf man Aussteigen und von einer Aussichtsterrasse auf den Nwaswitsontso Fluß sehen. Wir sehen sie nicht, aber die Nilpferde krunzen ordentlich.

Am Tshokwane Parkplatz verbringen wir eine kurze Mittagspause unter einem Leberwurstbaum (Bild oben links) mit einem Kaffee. Der Parkplatz ist eine kleine Raststation mit Getränke- und Essenversorgung und einem kleinen Shop.

Erneut kommen wir nach 6 Stunden in unserem heutigen Camp Skukuza an. Es ist das größte Camp. Den Abend genießen wir auf der Restaurantterrasse und gönnen uns ein Filetsteak, das wirklich sehr gut ist.

krueger nationalpark

An unserem letzten Morgen machen wir einen Morning Drive. 5.30 geht es los. Unweit des Camps stehen die ersten beiden Giraffen im Gras und schon bald kommt uns die erste Hyäne entgegengelaufen. Ohne uns zu beachten läuft sie entspannt am Auto vorbei. Wenig später läuft ein Leopard auf und über die Straße. Zum Abschluß unserer Tour bekommen wir einen Hinweis, daß in 500 Meter auf der linken Seite ein Löwe liegt. Nummer 4 unserer BigFive-Liste. Tatsächlich, ein junger männlicher Löwe liegt am Straßenrand. Wir vermuten allerdings, daß er im Sterben liegt, da er sehr abgemagert wirkt. Wunden sehen wir keine; möglicherweise ist er verletzt und nicht mehr in der Lage zu jagen. Traurig, aber auch das ist Natur. 

Ein erfolgreicher und aufregender Morgen geht zu Ende. In den vergangenen 2 Stunden haben wir unter anderem 10 Giraffen, 5 Hyänen, 2 Leoparden, einige Elefanten und einen Löwen gesehen.

krueger nationalpark

Wir fahren zurück zum Camp, frühstücken, packen und machen uns auf den Weg. Heute verlassen wir den Park im Süden über das Gate Crocodile Bridge und fahren hauptsächlich Teerstraßen mit 1 bis 2 Schlenkern auf Schotterstraßen. Im Camp Lower Sabie machen wir einen Zwischenstopp und sitzen auf der Aussichtsterrasse mit Blick auf den Fluss Sabie. Dabei beobachten wir drei Wasserbüffel, die am gegenüberliegenden Ufer liegen.

Nach 4 Tagen bin ich noch nicht müde. Es gibt soviel zu entdecken und es macht einfach Spaß die Tiere in natürlicher Umgebung zu sehen und zu beobachten; egal ob sie groß oder klein sind.

Übernachtungen im Kruger

Die Camps im Kruger Nationalpark können über www.sanparks.org (South African National Parks) gebucht werden. SANParks wurde bereits 1926 gegründet und verwaltet derzeit 19 Nationalparks in Südafrika.

Eintrittspreise Kruger Nationalpark

Erwachsene bezahlen 486 Rand und Kinder bis 12 Jahre 243 Rand pro Tag Eintrittsgebühr.

Öffnungszeiten

Januar/Februar: 5.30 bis 18.30 Uhr

März: 5.30 bis 18.00 Uhr

April: 6.00 bis 18.00 Uhr

Mai/Juni/Juli: 6.00 bis 17.30 Uhr

August/September: 6.00 bis 18.00 Uhr

Oktober: 5.30 bis 18.00 Uhr

November/Dezember: 5.30 bis 18.30 Uhr

 

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